Riskmanagement & IKS News

STRATEGIE

Risikobeurteilung mit Blick auf die Herkunft der Profite

Die Risiko-Heatmap eignet sich zum Management der groben Risiken. Aber wie die Risikoelemente im Griff behalten, welche direkt die Rentabilität bedrohen?

Wir leben in einer Zeit zunehmend vielfältiger, fragmentierter Märkte in denen die Marktsegmente unterschiedliche Preise, Kosten und Rentabilität aufweisen.

Deshalb stellt sich die Frage, wie die wichtigsten gewinnbringenden Kunden, Produkte und Tätigkeiten eines Unternehmens in den Risikomanagementprozess integriert werden können.

Der Ausgangspunkt für die Risikoanalyse ist die Gewinnlandschaft (nicht ihre potenziellen Risiken).

Wenn 20% Ihrer Kunden und Produkte 150% oder mehr Ihres Gewinns erwirtschaften, ist der wichtigste Aspekt des Risikomanagements der Schutz und das Wachstum dieser Gewinnbeiträge.

Der Kern des Risikomanagementprozesses muss deshalb eine sorgfältige Analyse sein, welche Kunden und Produkte zum Segment mit den hohen

Gewinnbeiträgen gehören und was deren Profitabilität gefährdet oder steigern würde.

Die wichtigste

Risikosteuerungsmassnahme ist deshalb die genaue und kontinuierliche Überwachung der Gewinneinbussen oder des Gewinnwachstums jedes einzelnen Kunden und Produkts in den «Gewinnspitzen». Dazu gehört eine sorgfältige regelmässige Überprüfung externer oder interner Bedrohungen, die sich speziell auf dieses Segment beziehen.

Mit diesem profitorientierten Ansatz ändert sich die traditionelle Bewertung eines breit angelegten Risikomanagements zu einer detaillierten Risikobewertung, die sich auf die Unternehmensrentabilität konzentriert.

Gleichzeitig wird die Risikobewertung dadurch umsetzbarer, umfassender und quantifizierbarer.

Quellen: Dieser Beitrag basiert auf dem HBR-Artikel „How to Calculate Risks Based on Where Your Profits Come From” vom 14.Mai 2021. Sie können die PDF-Version des Artikels über folgenden Link herunterladen.  

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