Riskmanagement & IKS News

Leadership

Die Kraft kleiner Gesten

Wertschätzung von Mensch zu Mensch hat die grösste Wirkung, wenn sie persönlich, mit spürbarem Aufwand und nicht zu oft erteilt wird.

Viele Organisationen haben formelle Programme zur Mitarbeiteranerkennung – von Belohnungsprogrammen bis hin zu Prämiensystemen.

Dienstleister in diesem Metier bieten ihren Kunden eine Vielzahl von Möglichkeiten an. Zum Beispiel:

  • Interne Pinnwände, auf denen sich Kollegen öffentlich für ihre Arbeit bedanken und Punkte vergeben können, die für Geschenke und Erlebnisse eingelöst werden können.
  • E-Mail-Formulierungsvorschläge für Manager, was sie ihren Mitarbeitern sagen sollten, damit sie sich anerkannt fühlen.
  • Studien zeigen, dass diese «Industrialisierung» der Wertschätzung völlig an der Sache vorbeizielt. Gleichzeitig gibt es daraus zwei Lehren für Arbeitgeber.
 
  1. Die eine ist, dass Anerkennung einen bedeutenden Einfluss auf die Arbeitnehmer haben kann.
  1. Die andere ist, dass diese Wirkung noch verstärkt wird,   wenn die Anerkennung persönlich und unerwartet kommt.
 

Fokussiert auf die Umsetzung der ersten Lektion, vergessen viele Organisationen die zweite völlig.

Das Geheimnis der Wertschätzung besteht darin, dass es auf Knappheit ankommt. Sie sollte mit Aufwand verbunden sein: eine handschriftliche Notiz ist besser als eine E-Mail. Sie sollte sich persönlich anfühlen und nicht Teil eines von der Personalabteilung ausgeheckten Plans sein. Und sie sollte so selten sein, dass sie als bedeutsam empfunden wird. Wenn man sich bei jedem für alles bedankt, wird Dankbarkeit zur Ware. 

Praxis-Tipp: Einzelne Manager können sich die Kraft kleiner Gesten zunutze machen, um für ihre Teams einen echten Unterschied zu bewirken. Das Beste, was Organisationen tun können, ist, Leute einzustellen, die das auch erkennen.

Quellen: Dieser Beitrag basiert auf dem The Economist-Artikel «The power of small gestures» vom 26. Mai 2022.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.